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Auswahlverfahren

Anfahrt/Anreise

veröffentlicht um 24.08.2011, 12:30 von Jörg Bolender   [ aktualisiert: 29.03.2013, 06:44 ]

Egal ob Sie mit dem Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, kommen Sie auf jeden Fall pünktlich zum Bewerbungsgespräch und planen besser noch einen Puffer ein! Berücksichtigen Sie dabei die Verkehrs- und ggf. Witterungsbedingungen und informieren Sie sich vorab, wie Sie zum vereinbarten Ort kommen.  Planen Sie insbesondere bei größeren Unternehmen mindestens zehn Minuten für die Registrierung am Empfang oder den Weg auf dem Werkgelände/Firmencampus ein.

Normalerweise erhalten Sie mit der Einladung zum Vorstellungsgespräch auch eine Anreisebeschreibung oder zumindest die komplette Anschrift. Sollte dies einmal nicht der Fall sein, recherchieren Sie auf der Unternehmenshomepage bevor Sie Ihren Gesprächspartner bzw. den Einladenden kontaktieren. Etwas Eigeninitiative erwartet das Unternehmen hier immer von Ihnen, bedenken Sie aber vor allem auch, dass gerade größere Unternehmen ggf. mehrere Standorte haben.

Lässt sich eine Verspätung nicht vermeiden, informieren Sie Ihre Gesprächspartner frühzeitig telefonisch und informieren Sie sie über die voraussichtliche Ankunftszeit. Haben Sie auch Verständnis dafür, dass Ihr Gesprächspartner insbesondere bei größeren Verspätungen aufgrund terminlicher Verpflichtungen ggf. absagen muß.

Sollten sie deutlich zu früh sein, warten Sie im Auto!

Woran sollten Sie auf jeden Fall denken?

  • Anreisebeschreibung mit Anschrift sowie ggf. Gebäude Nr./Name und Raumnummer
  • Name und Telefonnummer des/der Gesprächspartner
  • Personalausweise (zum Ausweisen oder als Pfand am Empfang)

Selbstanalyse

veröffentlicht um 24.08.2011, 12:20 von Jörg Bolender   [ aktualisiert: 20.01.2014, 14:14 ]

Im Rahmen der Bewerbungsphase gibt es immer wieder Situationen, die Sie nutzen sollten um ihre Erwartungshaltung und das eigene Verhalten zu analysieren. Machen Sie sich ihre Stärken und Schwächen bewusst und nutzen Sie Feedback bzw. Vorstelllungsgespräche um für die Zukunft daraus zu lernen.

Aufgrund des AGG (Allgemeines Gleichberechtigungs Gesetz) werden Sie von den meisten Unternehmen keine Gründe für eine Absage erfahren und auch die telefonische Nachfrage führt in den wenigsten Fällen zu Erkenntnissen, da sich die Arbeitgeber nicht der Gefahr aussetzen wollen, rechtlich bedenkliche Aussagen zu treffen.

Analysieren Sie ihr Verhalten und die Rückmeldungen ihrer Gesprächspartner im persönlichen Gepräch um für künftige Gespräche daraus zu lernen. Stellen Sie sich dabei vor allem die Frage was Sie im nächsten Gespräch besser machen können.

Wechselmotivation

veröffentlicht um 24.08.2011, 12:19 von Jörg Bolender

Die Wechselmotivation ist der Grund für ihre berufliche Neuorientierung. Diese muß nicht unbedingt bereits im Anschreiben genannt werden, aber es kann ihnen helfen die Gründe für ihre Bewerbung zu erklären.

Spätestens im persönlichen Vorstellungsgespräch wird man sie nach ihrer Wechselmotivation fragen.

Es gibt gute Gründe für einen Wechsel, die jeder nachvollziehen kann und auch akzeptieren wird. Aber ebenso gibt es Gründe die sie besser nicht anführen sollten, oder die doppeldeutig sind.


Nachvollziehbare Gründe für einen beruflichen Wechsel:

  • Nach ausreichend langer Verweildauer (>5 Jahre) suchen sie eine neue Herausforderung
  • Sie haben einen bestimmten Abschnitt in ihrer Karriereplanung erreicht und ihr derzeitiger Arbeitgeber bietet ihnen keine Perspektive. Dies kann ihre zeitliche Karriereplanung oder der Wunsch nach der Übernahme neuer Aufgaben und Verantwortung sein
  • Geografische Neuausrichtung aus privaten Grund (Zusammenzug mit dem Partner; Rückkehr in die Heimat; Nachfolgen des Hauptverdieners in der Partnerschaft)
  • Schlechte wirtschaftliche Lage (z.B. drohende Insolvenz, Rationalisierung, Fusion) des aktuellen Arbeitgebers
  • Standortwechsel des derzeitigen Unternehmens


Doppeldeutige Gründe für eine berufliche Neuorientierung:

  • Berufliche Neuorientierung. Warum bietet ihnen der aktuelle Arbeitgeber keine Veränderungsmöglichkeiten und warum wollen sie ihr angestammtes Metier verlassen und eine unsichere Zukunft als "Berufs(quer)einsteiger" in Kauf nehmen
  • Mehr Verdienen. Warum zahlt ihr aktueller Arbeitgeber kein marktgerechtes Gehalt und wie werden sich ihre Gehaltsfoderungen kurz- und mittelfristig entwickeln
  • Keine Aufstiegschancen
  • Sie können ihre Ideen nicht verwirklichen. Wie realistisch sind die Ideen, oder sind sie ein Paradiesvogel oder haben kein Durchsetzungsvermögen
  • Fehlende Selbständigkeit/Unabhängkeit. Lassen sie sich nicht führen oder vertragen keine Kontrolle?
  • Mangelnde Organisation oder Mißmanagement des aktuellen Arbeitgebers. Mischen sie sich ggf. in Themen, die sie nicht zu verantworten haben.


Diese Gründe sollten sie besser nicht anführen:

  • Persönliches Benchmarking. Sie wollen einfach nur mal ihren Marktwert testen und sich bei Gehaltsverhandlungen mit dem aktuellen Arbeitgeber besser positionieren
  • Mangel an Sicherheit. Wirkliche Sicherheit gibt es heute selbst in grossen Konzernen nicht mehr.

Tests

veröffentlicht um 24.08.2011, 12:16 von Jörg Bolender   [ aktualisiert: 20.01.2014, 14:16 ]

Bei jedem Vorstellungsgespräch kann es sein, dass man Sie einem Test aussetzt. Vor allem in Konzernen oder großen Unternehmen ist die Wahrscheinlichkeit groß durch qualifizierte Mitarbeiter, in der Regel Psychologen, getestet zu werden. Insbesondere bei Bewerbern ohne viel Berufserfahrung können Tests dem Unternehmen wichtige Informationen liefern.

Wehren Sie sich nicht prinzipiell gegen diese Tests; Sie sollen helfen dem Unternehmen zusätzliche Informationen über ihre fachliche Qualifikation oder Führungsfähigkeiten zu erfahren. Skeptisch sollten Sie gegenüber Persönlickeitstests (projektive Tests) sein, da diese wissenschaftlich und rechtlich sehr umstritten sind.

Fügen Sie ihren Bewerbungsunterlagen nicht ungefragt Test-Ergebnisse wie z.B. graphologische Gutachten bei. Sie erwecken dadurch lediglich den Eindruck den Empfänger beeinflussen zu wollen und ihm kein eigenes Urteil zuzutrauen.

Erfahrene Personaler und Psychologen sind sich einig, daß Testergebnisse nur Entscheidungshilfen sind.

Häufig werden Tests bereits in der Anzeige, der Einladung zum Vorstellungsgespräch oder zu Beginn des Gesprächs angekündigt. Lassen Sie sich dadurch nicht nervös machen und gehen unverkrampft hinein. Fragen Sie ggf. welche Gewichtigung Tests in der Gesamtbeurteilung haben und forden Sie sich auch über den Test hinaus vorstellen zu dürfen, z.B. in einem persönlichen Gespräch oder indem Zeugnisse, Referenzen und Arbeitsproben berücksichtigt werden.
Sofern der Test vorab angekündigt wurde, nutzen Sie die Chance sich darauf vorzubereiten. Viele Arten von Tests sind weit verbreitet und ähneln sich stark.


Folgende Arten von Tests gibt es:

  • Intelligenztest
  • Leistungs- und Konzentrationstest
  • Kenntnistest

Zwischenbescheid

veröffentlicht um 24.08.2011, 12:14 von Jörg Bolender

Der Zwischenbescheid ist von der Eingangsbestätigung zu unterscheiden. Während die Eingangsbestätigung in der Regel zeitnah nach der Bewerbung, bei online Bewerbungen häufig sogar automatisiert, versendet wird, gehört der Versand eines Zwischenbescheids leider nicht bei allen Unternehmen zum guten Ton. Ein Zwischenbescheid soll die Bewerber für den Fall, dass der Entscheidungsprozeß länger als erwartet dauert hierüber informieren.

Es kann durchaus vorkommen, dass sich der Entscheidungssprozess über mehrere Woche erstreckt oder ihr Profil nicht unbedingt in der ersten Auswahl ist, das Unternehmen ihnen aber noch nicht absagen möchte. Auch wenn häufig bereits in der Eingangsbstätigung darauf hingewiesen wird, daß es bis zur Entscheidung dauern kann, werden nach mehreren Wochen häufig Zwischenbescheide versendet, in denen das Unternehmen um noch etwas Geduld bittet.


Die Form des Zwischenbescheids richtet sich in der Regel nach der Form der ihrer ursprünglichen Bewerbung, d.h. bei Email- oder online Bewerbungen erfolgt auch der Zwischenbescheid per Mail, bei klassischen Bewerbungen per Post erhalten sie den Zwischenbescheid mit hoher Wahrscheinlichkeit auch per Brief.

Generell ist ein Zwischenbescheid ein gutes Zeichen, denn es zeigt, daß sie weiter im Rennen sind. Bewerbern, deren Profil nicht auf die ausgeschriebene Position oder weitere offene Stellen im Unternehmen passt, wird normalerweise zeitnah abgesagt.


Sollten sie nach mehr als sechs Wochen weder eine Absage, noch sonstige Informationen über den aktuellen Bewerbungsstand erhalten haben, ist es durchaus legitim im Unternehmen nach dem aktuellen Status der eigenen Bewerbung zu fragen.

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